Ein Plädoyer für Pünktlichkeit

Aus: „Das Yogabuch“ von Osho: Sei wie ein Lotus, das ist alles. Bleib unberührt und du bist unerreichbar. Bleib unberührt und du bist der Meister.

Nur selten erahne ich einen Hauch der  Unberührtheit

Ich übe!
Immer wieder.
Manchmal beschleichen mich Zweifel. Schaffe ich es jemals „unberührt“ zu bleiben? Ich fürchte, in diesem Leben wird es nichts mehr. Nur manchmal schaffe ich es, eine kleine Ahnung der „Unberührtheit“ zu spüren.

Oft sehe ich, dass diverse Lehrsätze wirklich angenommen werden, z.B. „Trenne Dich von Energieräubern, tu was Dir gut tut ….“
Auf der Strecke bleiben vielfach so einfache Dinge wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Mitgefühl.

Weil es der momentane Sonnenstand nicht zulässt einen vereinbarten Termin einzuhalten, wird unter dem Deckmantel „auf sich achten“ ohne weiteres alles abgesagt. Auch kurzfristig.
Geht es hier schon darum, auf sich zu achten? Ist es nicht eher Launenhaftigkeit? Stimmungswechsel zu pflegen?
Selbstliebe und -pflege ist sehr schön, wichtig und gut für die Seele, Körper und die eigene Entwicklung.
Wo aber ist die Grenze zum Egoismus? Ab wann muss ich zu meinem Wort stehen, auch wenn ich im Augenblick schwer auf die Beine komme?

Eine Gratwanderung.

In meinem Leben begegnet sie mir ständig. Ich gebe schon ziemlich viel darauf pünktlich zu sein. Ich hetze meine Familie, mich selbst und ich gebe es zu: ich habe auch schon mal gelogen und gesagt, dass unser Termin 15 Minuten früher wäre – damit haben wir es pünktlich geschafft. Daran muss ich arbeiten. Denn das ist eindeutig übertrieben.

Mir geht es darum, dass ich mit der Zeit der anderen Menschen nicht spielen kann oder darf. Ich mag es auch nicht, wenn dies mit meiner Zeit passiert.

Ich plane meinen Tag und meist ist er nicht so voll, dass Veränderungen ein Problem bedeuten. Aber manchmal eben schon.

Wann kann ich nun kurzfristig absagen oder verschieben?
Versetzen wir uns in unser Gegenüber. Würde er/sie wirklich ehrlich sagen, wenn die Verschiebung nicht passt? Das tun nur sehr wenige und meist sehr gute Freunde.

Wenn ich das als Maß nehme, dann habe ich die Verpflichtung, den Großteil meiner Verabredungen einzuhalten, oder?

Wie stehst Du zur Pünktlichkeit? Gibst Du alles, um Termine einzuhalten? Oder bist Du eher lockerer?
Hast Du für Dich Regeln gefunden, wann kurzfristig absagen in Ordnung ist?
Ich freue mich auf Deine Meinung!

PS.: Wegen der vielen Spam-Mails habe ich die „Kommentar-Funktion“ ausgeschalten.
Du erreichst mich: info [at] sabine-zelger.de

Veröffentlicht unter Thema

Yoga Outdoor – macht Winterpause

Sommer 2018:

Ab Juli gibt es eine weitere Gelegenheit, Yoga Outdoor zu üben.
Im Campingplatz „Gitzenweiler Hof“, Lindau könnt Ihr jeden

Mittwoch um 17.30 Uhr
mit mir Yoga üben. eine schöne Wiese, ein großer Kirschbaum und schon geht´s los!

Bitte meldet Euch an! Tel.: 0170 8100202 oder info@sabine-zelger.de
Kosten:  15 €, Dreier-Karte: 40 € (gilt den ganzen Sommer)

Da es sich um eine offene Yoga-Klasse handelt, ist der Einstieg jederzeit möglich.
Die Klasse findet statt wenn es nicht regnet und mind. drei Yogis teilnehmen.

Veröffentlicht unter Archiv

#4 Hausübung

So, mein erstes Video ist soweit fertig. Und nun bin ich auch eine „Vlog-erin“
Es gibt noch einiges zu verbessern, aber besser unperfekt beginnen als ewig perfekt warten!

Es gibt keine Ausrede mehr! Falls Dir nichts einfällt, dann übe mit dem Video! ; )

Ich freue mich über Eure Rückmeldungen!

Yoga für Faule – „Reset“

… ein Reset kann erforderlich sein, wenn das System nicht mehr ordnungsgemäß´funktioniert und auf die üblichen Eingaben nicht reagiert…“ (Wikipedia)

Damit es gar nicht so weit kommt:
Nuad Phaen Boran (Yoga für Faule) kann bei vielen Themen gut tun.
Bei Stress und Schlafstörungen
bei chronischer Krankheiten
bei Muskelverspannungen
einfach so..

Eine „Reset“ – Reihe enthält drei Termine:

Statt der dritten Behandlung, kann auch eine persönliche Yoga-Reihe
erarbeitet und erlernt werden. Damit Du lange was von der Behandlung hast!

Preis: 150 Euro
Termine: Montag, Dienstag nachmittags/abends, Freitag vormittags

Hausbesuche sind möglich! Termine und Preise auf Anfrage.

Veröffentlicht unter Archiv

Yoga für Jugendliche

Mitten im Prüfungsstress?

  • Abschalten,
  • locker werden
  • Durchatmen
  • runter kommen

Du musst weder gelenkig noch schlank sein!
Sei offen, das reicht!

Ab: Freitag 23. Juni , 13.15 bis 14.15 Uhr

Friedrichshafener Str. 1, Lindau (Über Löwen Apotheke)

(in der Praxis Barbara Hux, Psychotherapie nach dem Heilpraktikergetz, www.barbara-hux.de
Übrigens eine sehr gute Adresse bei Lernproblemen u. ä.)

10 Euro/Stunde

Kleine persönliche Gruppen. Sehr individueller Unterricht.

Gib Bescheid, wenn Du dabei sein möchtest.

Kum Nye – Tibetisches Heilyoga

aum-om-tibetisch.png

Tibetisches „OM“

Kum Nye oder Tibetischer Heilyoga ist ein Teilbereich aus der tibetischen medizinischen Tradition bzw. dem feinstofflichen Yoga.
Dieses einfache Werkzeug hilft bei Stress, Überlastung, zur Beruhigung der überreizten Nerven und zur persönlichen Entwicklung in Richtung Freiheit. Als Einzeldisziplin ist es eine neuere Erscheinung.Thartang Tulku Rinpoche  lernte von seinem Vater, entwickelte weiter, passte es an unsere Bedürfnisse an.

„Durch Entspannung entdecken wir eine völlig neue Art des Seins.“

Kum bezeichner einen Körper , den wir mit den Übungen anregen
Nye bedeutet Gefühl, Massage oder Wechselwirkung,

Über Meditation, Atmung und langsame Bewegungen sowie der Selbstmassage,  werden wir erst mal ruhiger. Dadurch wird es möglich, Dinge anders zu sehen und wahrzunehmen – auch Dein eigenes Denken und Deine Empfindungen und Gefühle.
Bei der Selbstmassage wird der physische Körper zu massiert. Dann werden Empfindungen die dabei entstehen wahrgenommen – später gelenkt oder ausgeweitet.
Mit der Zeit, werden Gefühle und Empfindungen zur eigentlichen Massage. So dass es den Weg über den Körper gar nicht mehr braucht.

„Kum Nye öffnet unsere Sinne und unser Herz, so dass wir uns zutiefst befriedigt und erfüllt fühlen und uns über jeden Aspekt unseres Lebens freuen können.“
(Aus: „Kum Nye Selbstheilung durch Entspannung“ Thartang Tulku)

Der  Ablauf einer Kum Nye Einheit könnte so aussehen:

  • Sitzen (sieben Gesten beachten)
  • Atmen – Positive Gefühle in Dir selbst finden
    dies führt zur Unabhängigkeit von äußeren Befriedigungen
  • Atmen mit Mantren – still oder laut, damit wird der innere Atem zum schwingen gebracht
  • Selbstmassage – meist nur ein Teil des Körpers wie Nacken, Kopf und Gesicht, oder
    Hände, Arme und Schultern, etc.
  • Körperübungen – langsam, meditativ
  • Abschluß – evtl. Mantra singen, o. ä.

#3: Kein Sonnengruß

Abwechslung gefällig?

Ich übe den Sonnengruß zwar schon lange, viel und immer noch gerne, aber vielleicht braucht man doch mal auch andere Bewegungen.
Der folgende Podcast führt durch ein schönes Vinyasa. Das PDF mit den bewährten Strichmännchen soll Dir helfen, die Orientierung nicht zu verlieren.
In der oberen Reihe ist es so dargestellt, wie ich es ansage, in der unteren Reihe gibt es Varianten, weil nicht jede/r immer alles üben kann oder mag.

Die Übungen kannst Du Dir auf meinem Video-Podcast „Hausübung“ anschauen und gleich üben.

Zum Mitnehmen: MP3 hier downloaden

Leidenschaft – Hingabe – Vernunft

Yoga & Natur

Yoga & Natur

Das „Yoga-Sutra“ von Patanjaliist eine ca. 3000 Jahre alte Sammlung von Lehrsätzen (=Sutra´s) die sehr knapp formuliert, die Wissenschaft des Yoga festhalten.

Die Formulierungen sind allerdings so knapp, dass es schon ein ausgiebiges Studium mit einem guten Lehrer braucht, um sie zu verstehen. Natürlich gibt es im Buchhandel ziemlich viele Übersetzungen und Interpretationen davon. Ich stöbere gerne in verschiedenen „Sutren“ und vergleiche. Jede hat so ihre eigenen Qualitäten und ich erlaube mir, aus jeder das herauszulesen, was ich dort besonders gut verstehe.

Eine der für mich wichtigsten Übersetzungen und Interpretationen hat R. Sriram geschrieben. Er lebt in München und Indien. (www.sriram.de)

Heute schöpfe ich aus seinem Erfahrungsschatz. („Patanjali, Das Yogasutra – von der Erkenntnis zur Befreiung“ von R. Sriram. Erhältlich im Buchhandel)

Die Frage, was eine Übung zu Yoga macht, ist die Einstellung und Geisteshaltung. Dies erklärt auch im Umkehrschluss, dass alles was ich tue Yoga sein kann.

Dazu R. Sriram wörtlich:
Zwischen eifrigem Tun und gelassener Hingabe hält die Vernunft die Waage. Sie sorgt dafür, dass die Leidenschaft nicht zu Waghalsigkeit oder Rücksichtslosigkeit wird. Ebenso verhindert die Vernunft, dass die Gelassenheit zu Gleichgültigkeit oder Unachtsamkeit führt.
Wir handeln kraftvoll und eifrig, erkennen aber die Grenzen unserer Kräfte.
Wir überbewerten das Ziel nicht, sind uns aber bewusst, dass wir zielgerichtet handeln.“

Dazu ganz praktisch:
Suche Dir eine einfache Yoga-Übung aus, die Du körperlich problemlos einnehmen und eine Zeit lang halten kannst. Wenn Du in der Übung zur Ruhe gekommen bist, versuche Vernunft zu spüren. Sie hält Dich davon ab, zu weit in die Übung zu gehen, Dich zu weit zurück zu beugen, Deine Knie zu schonen, etc.. Sie kann Dich vor Schmerzen und Verletzungen bewahren.
Ein zuviel davon, hält Dich aber davon ab, Neues auszuprobieren, oder bringt Dich gar zum Stillstand.

Dann versuche die Leidenschaft zu spüren. Ein euphorisches Gefühl das Dich anregt, weiter in die Übung zu gehen.

Achte dann auch auf die Hingabe und gib Dich der Haltung hin. Genieße die Tätigkeit, ohne Erwartungen an ein Ergebniss. Tu es einfach, jetzt.

Alle drei haben ihre Aufgabe. Aber alle drei sollten ausgewogen sein – eben ausbalanciert.

Nun aber keine Ausrede mehr, nimm die erste Übung die Dir in den Sinn kommt ein, atme und versuche darin Vernunft, Leidenschaft und Hingabe zu finden – so leicht und so schwer ist Yoga.

Wie immer: ich freue mich über Eure Fragen, Anregungen oder Kommentare!

Veröffentlicht unter Thema

Yin Yoga

Yin_Yang_clip_art_smallEs erscheinen immer mehr Bücher zu Yin-Yoga, auch die einschlägigen Zeitschriften haben das Thema für sich entdeckt.
Yin Yoga ist nicht neu. Es dürfte überhaupt schwer sein, etwas wirklich Neues zu entdecken. Es ist eine recht alte Art Yoga zu üben.

Basiswissen: Yin und Yang
jeder kennt die Begriffe und verbindet zumindest das bekannte Symbol damit. Yin und Yang sind relative Begriffe, die Auskunft über das Verhältnis zwischen zwei Gegensätzen gibt. z. B. was heller ist ist Yang, was dunkler ist, ist Yin zugeordnet.
Auch Yoga-Übungen können mehr Yang (aktiv, in Bewegung) oder mehr Yin (passiv, ruhig geschehen lassen) sein. Keine Übung ist absolut Yang, keine absolutes Yin. Es kommt auf die Balance an.
So sind Muskeln am Besten mit Yang betonten Übungen zu stärken. Wenn Gelenke, Bänder und Sehnen stimuliert und gedehnt werden sollen, sind Yin-Übungen die richtige Wahl.
So wie es kein absolutes Yin oder Yang gibt, gibt es auch kein absolutes „richtig“ oder „falsch“

Basiswissen: Die Faszien oder Bindegewebe
Es umschließt einzelne Musklestränge welche wieder in größeren Strängen umschlossen werden, bis hin zum Muskel, der wieder von einer weiteren Faszienschicht umschlossen wird, die an den Enden der Muskeln die Sehnen und Bänder bilden.

Die Faszien wachsen überall im Körper als wirre Fasern. Durch ein Dehnen der Faszien, also durch  möglichst vielseitige Bewegung, wird verhindert, dass die Fasern an den falschen Stellen andocken und Blockierungen entstehen. Dehnen und belasten der Faszien hält sie elastisch. Geschieht das nicht, verliert das Gewebe die Elastizität und zieht sich soweit zusammen, dass unbenutzte Gelenke ihre Beweglichkeit mehr und mehr einbüßen. Warum soll ein Gelenk oder besser das umschließende Gewebe auch elastisch bleiben, wenn es nicht benötigt wird? (z. B.:  „Frozen Shoulder“)

Immer mehr kommt die Wissenschaft dahinter, dass viele Schmerzen, die wir den Knochen oder beschädigten Bandscheiben zuschreiben, eigentlich von unelastischem Fasziengewebe verursacht werden, das mit mehr Schonung noch fester wird.

Inzwischen ist sogar erforscht, dass sich das Fasziengewebe alleine – ohne Muskeln – zusammenziehen kann, was es bei Stress des öfteren macht. Es sind also auch hier nicht unbedingt verspannte Muskeln, die uns Beschwerden machen.

Was ist nun Yin-Yoga und wie wird es geübt?
Der Großteil unseres Lebens und auch unserer Yoga-Praxis ist aktiv bis stressig. Dies entspricht Yang, welches dem männlichen, aktiven Prinzip zugeordnet wird.
Zum Ausgleich haben wir das Yin-Prinzip, die passive,  weiche Seite in uns.
Die Yin-Yoga-Positionen werden recht lange gehalten, aber – und das ist ein großer Unterschied zu vielen anderen Yoga-Stilen – mit entspannten Muskeln.

In den Übungen hat man viel Zeit um genauer nachzufühlen, was im Körper passiert. Wenn z. B. Spannung nachlässt oder  Schmerzen entstehen, wird die Position zu variiert.

Yin-Yoga ist ein Übungsstil, der für eigenverantwortliche Übende geeignet ist. Die äußere Form der Übungen sieht bei jedem anders aus. Je nach Körperbau und individuellen Gegebenheiten, kann und muss jeder selbst spüren und prüfen, ob er die Übung in dieser Variante machen sollte.

Geübte Yin-Yogis können diese Positionen noch mit Meditation vertiefen – dies ist aber ein anderes Thema.

Ich wünsche Euch eine gute Balance zwischen Yin und Yang!
Sabine

Veröffentlicht unter Thema